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Pädagogisches Konzept


Die pädagogische Arbeit


> Das Bild des Kindes

> Unsere pädagogischen Grundsätze

> Die pädagogische Praxis - Tagesablauf

> Der pädagogische Alltag

>> Eingewöhnung KK

> Die Umsetzung des sächsischen Bildungsplanes in der Praxis

> Rolle der Eltern

> Qualitätssicherung im Alltag

> Öffentlichkeitsarbeit




Das Bild des Kindes

Das Bild des Kindes


unser Verständnis vom Kind:
• Kinder sind vollwertige und eigenständige Persönlichkeiten und werden als solche respektiert und akzeptiert
• jedes Kind ist in seinem Wesen einzigartig
• Kinder sind aktive, wissbegierige, kreative, fantasievolle und soziale Wesen
• das Kind ist Akteur seiner eigenen Entwicklung und lernt durch Erfahren, Erleben und Ausprobieren.


Kinder haben auf der einen Seite das Bedürfnis zu experimentieren, sich zu entfalten und tastend und forschend ihre Umwelt zu entdecken. Auf der anderen Seite benötigen sie einen strukturierten Tagesablauf mit festen Ritualen, Regeln und vorgegebenen Grenzen, an denen sie sich orientieren können und in dem ihren Bedürfnissen nach Geborgenheit, Zugehörigkeit, Wertschätzung und Zuneigung entsprochen wird.

Jedes Kind hat die Kraft und den Willen, sich gemäß seiner Anlagen positiv und gesund zu entwickeln. Sie suchen aus eigenem Antrieb nach Möglichkeiten um ihr Wissen und ihre Fähigkeiten zu erproben und zu entwickeln.


Das Kind ist "der Baumeister seiner Selbst".

Die Entwicklung eines Kindes folgt keinem Schema. Sondern vollzieht sich von Fall zu Fall ganz individuell. Die Erzieher müssen die Kinder auf diesem Weg unterstützen und sie immer wieder dort abholen, wo sie sich "entwicklungsmäßig" befinden. Wir schaffen eine anregende, altersgerechte und inspirierende Umgebung ohne dabei den Kindern unsere Wertevorstellungen, Ansichten und Lebens-weisheiten aufzudrängen.


Unsere Kinder haben das Recht auf:
• Angebote und Spielsachen anzunehmen und abzulehnen
• sich auszuprobieren und dabei immer wieder Fehler zu machen
• sich ihr Weggefährten und Bezugspersonen selber auszuwählen
• sich gegen andere zu währen und sich mit anderen Menschen auseinander zu setzen
• auf Zuwendung von Wärme
• auf kompetente Betreuung





Unsere pädagogischen Grundsätze

Unsere pädagogischen Grundsätze

Unseren Bildungsauftrag nach SächsKitaG sehen wir in der Begleitung und Unterstützung der Entwicklung des Kindes. Wir wirken ergänzend zum Elternhaus bei der kindlichen Bildung und Erziehung mit. Dabei bildet der sächsische Bildungsplan unsere pädagogische Grundlage. Sämtliche Bildungsbereiche (somatische,- soziale,- kommunikative,- ästhetische, -naturwissenschaftliche, -sprachliche und mathematische Bildung) finden Eingang in unser ganzheitlich pädagogisches Konzept.

Wir möchten durch natürliche und kindzentrierte Betreuung die familiäre Erziehung ergänzen. Dabei wird jedes Kind in seiner Entwicklung und mit seinen individuellen Stärken und Schwächen akzeptiert und gefördert. Liebevolle Zuwendung und Geborgenheit sind Voraussetzung für die individuelle Entwicklung eines jeden Kindes. Das nachfolgende Zitat von der italienischen Pädagogin Maria Montessori, soll einen der wichtigsten Grundsätze unserer pädagogischen Arbeit erklären und verdeutlichen:


"Hilf mir, es selbst zu tun. Zeig mir, wie es geht. Tu es nicht für mich. Ich kann und will es alleine tun. Hab Geduld, meine Wege zu begreifen. Vielleicht brauche ich mehr Zeit, weil ich mehrere Versuche machen will. Mute mir auch Fehler zu, denn aus ihnen kann ich lernen".

Maria Montessori (Kinder lernen schöpferisch)

In einer Umgebung, welche ihren Bedürfnissen und Wünschen entspricht, beschäftigen sich Kinder aus eigenem Antrieb heraus mit den verschiedensten Materialien. Sie können sich frei entwickeln und entfalten sich so zu selbständigen Persönlichkeiten.
Die Erwachsenen sind in diesem Zusammenhang liebevolle Partner und Begleiter der Kinder, während diese ihre Umwelt Stück für Stück selbst entdecken und kennenlernen. Dabei finden unsere Kinder selbständig Antworten auf viele ihrer Fragen und entwickeln sich zu selbstbewussten und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten.


In unserer Kita legen wir besonderen Wert auf:
• Entwicklung und Förderung des Selbstwertgefühls und der Selbständigkeit
• Förderung der Phantasie und Kreativität
• Sensibilisierung aller Sinne
• Förderung der grob-und feinmotorischen Fähigkeiten und Fertigkeiten
• Befähigung zur Konfliktbewältigung
• Entwicklung kognitiver Fähigkeiten


Ebenfalls soll unsere Einrichtung zum Kommunikations- und Bewegungsort für Eltern, Kinder und Erzieher werden.
Die Rolle der Kita und der pädagogischen Mitarbeiter Die Kita ist eine familienergänzende und entwicklungsfördernde Einrichtung.


Folgende Hauptanliegen stehen bei uns im Vordergrund:
• die Kinder sollen sich wohl und sicher fühlen und gern in die Kita kommen
• Kinder sollen "spielend lernen"

Lernen in der Kita heißt spielend erkunden, erfahren und verstehen. Anders als in der Schule folgen die Angebote der Erzieherinnen nicht einem vorgesehenen Lehrplan, sondern orientieren sich an der Erlebniswelt der Kinder und motivieren sie dadurch, dass sie deren Ideen und Interessen aufgreifen sowie eine anregende Lernumgebung schaffen.

Die Neugier der Kinder wird dabei in jeder erdenklicher Form gefördert und unterstützt. Bei der Gestaltung der Lernangebote orientieren sich die Erzieher(innen) an den für alle Kitas gültigen Vorgaben (sächs. Bildungsplan etc.) Die Aufgabe unserer Erzieher(innen) besteht darin, die ihnen anvertrauten Kinder liebevoll und partnerschaftlich zu begleiten, dabei gehen sie eine enge Erziehungspartnerschaft mit den Eltern ein.

Jedes einzelne Kind wird mit all seinen Schwächen und Stärken individuell angenommen und auf seinem Weg begleitet. Die Pädagogen sind in erster Linie Mitspieler, Mitgestalter und Mitentdecker. Individualität und Miteinander stehen dabei im Vordergrund unserer pädagogischen Arbeit.

Durch genaues Beobachten und Erforschen (Portfolio, Entwicklungsbögen) der Fähigkeiten, Interessen sowie der Schwächen/ Defizite der Kinder können die Erzieher erkennen, welche weiteren Lernschritte die Kinder zu tun in der Lage sind. Auf diesem Weg können Ihnen entsprechende Spiel- und Lernangebote eröffnet werden.

Die Pädagogen unterstützen die Kinder in ihrem Streben nach Selbständigkeit. Sie ermöglichen den Kindern, ihren Entwicklungsprozess selbst aktiv mit zu gestalten. Der Bezugserzieher steht in engem Kontakt zu den jeweiligen Eltern, um im Rahmen der Erziehungspartnerschaft die Entwicklung des Kindes gemeinsam und verantwortungsvoll zu begleiten.

Unsere Mitarbeiter bringen ihre persönlichen Interessen und Kompetenzen (beispielsweise handwerkliche Fertigkeiten, musisches Talent, künstlerische Begabung etc.) in den Kita Alltag mit ein. Als ständige Begleitung gestalten sie die kindliche Umwelt, innerhalb derer sich unsere Kleinsten bewegen können. Dabei soll ihnen immer das geboten werden, was sie für ihre Entwicklung zu diesem Zeitpunkt benötigen. Wichtig für uns ist, dass unsere Fachkräfte als Team zusammen arbeiten und gruppenübergreifende Aufgaben übernehmen. Darunter verstehen wir einen kollegialen, freundlichen Umgang miteinander. Weiterhin sollen die Mitarbeiter die Bereitschaft zur kritischen Reflektion der eigenen pädagogischen Arbeit mitbringen und in der Lage sein Kritik zu äußern bzw. anzunehmen.



Die Aufgaben unserer Erzieher(innen) zusammenfassend:
• Begleiten und unterstützen unserer Kinder
• Planung und Gestaltung des pädagogischen Alltags
• Reflexion und Dokumentation der individuellen Entwicklungsstufen der einzelnen Kinder
• (Portfolio, Entwicklungsbögen, Bild- und Lerngeschichten)
• Elternabende , Entwicklungsgespräche
• Zusammenarbeit mit Kita Leitung und Vereinsvorstand
• Unterstützung von Praktikanten und Personen die Bundesfreiwilligendienst leisten
• Teamberatungen, Supervisionen, Weiterbildungen, Teamweiterbildungen
• aktive Mitarbeit an der Konzeptionsweiterentwicklung
• Kooperationsaufgaben (Zusammenarbeit mit anderen Institutionen)


Abschließend kann gesagt werden, dass wir besonderen Wert auf einen respektvollen Umgang untereinander legen. Die Beachtung der Grenzen aller Beteiligten und eine kindgerechte vorbereitete Umgebung bieten unseren "Kleinen" die nötige Sicherheit und Unbeschwertheit, die sie benötigen, um ihre Persönlichkeit frei zu entfalten und zu entwickeln.






Die pädagogische Praxis - Tagesablauf

Die pädagogische Praxis - Tagesablauf

Nachfolgend ist der Tagesablauf der Kinderkrippe und des Kindergartens kurz skizziert. Der dargestellte Ablauf ist nicht zwingend einzuhalten. Je nach Erfordernissen bzw. Bedürfnissen einzelner Kinder können einzelne Elemente anders strukturiert werden. Individuelle Veränderungen der Erzieher (innen) sind jederzeit möglich.



6.00 - 7.30 Uhr
  Begrüßung der Kinder
7.30 Uhr
  Frühstück
8.00 - 9.00 Uhr
  Freispielzeit
9.00 Uhr
  Morgenkreis (Gruppenintern)
9.30 - 11.15 Uhr
  offenes Arbeiten (KG), gruppenübergreifendes Arbeiten (KK), Freispiel, Atelierarbeit, Aufenthalt im Freien etc.
11.15 - 12.30 Uhr
  Mittagessen und anschließen Mittagsruhe
14.30 Uhr
  Vesper
ab 15.00 Uhr
  offenes Arbeiten, Freispiel, Nachmittagsangebote (intern und extern), Aufenthalt im Freien
18.00 Uhr
  Abendbrot
18.30 - 20.00 Uhr
  ruhiger Tagesausklang mit kleinen Liedern, Geschichten, Liedern etc.

Ausnahmen von diesem Tagesablauf: Spielzeugtag, "Draußen Tag",
Ausflüge/Feste und Feiern etc.

Wie schon erwähnt, können die Kinder zu jeder Tageszeit in die Kita gebracht werden. Es gibt feste Termine, welche wöchentlich stattfinden. An Ausflugtagen etc. gelten gesonderte Bringezeiten. Alle dafür notwendigen Informationen erhalten die Eltern an der Infowand im Eingangsbereich bzw. als Aushang vorm Gruppenzimmer.






Rolle der Eltern

Der pädagogische Alltag

In unsere Kita gibt es altersgemischte Gruppen. Dies ermöglicht den jüngeren Kindern eine Orientierung an den Älteren. Ebenso erfahren die Größeren "soziales Miteinander" und gegenseitige Hilfe.

Im Mittelpunkt des pädagogischen Alltags steht das Freispiel- im Haus und im Außengelände. Hierbei werden Regeln festgelegt, wobei die Kinder Spielort, Spielgruppe und Spielmaterial frei wählen können. Dadurch wird die ganzheitliche Entwicklung des Kindes unterstützt. Es lernt selbständig Kontakte zu knüpfen, Konflikte auszuhalten und zu lösen, Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen und Toleranz Anderen gegenüber zu entwickeln.
Zudem Arbeiten wir im Kindergarten mit offenen Angeboten (Bsp. musikalische Früherziehung, Sportangebote, Bastelangebote etc.) und Projekten (Bsp. "alte Spiele neu entdecken", Projekt Frühling, Projekt Märchen). Mit unseren thematischen Angeboten orientieren wir uns an den Bedürfnissen der Kinder und ihren Interessen.

Folgende Feste/ Projekte werden in unserer Einrichtung immer gefeiert: Fasching, Ostern, Zuckertütenfest, Erntefest/ Martinstag, Weihnachten, Projekte und Feste zu den Jahreszeiten.

Bei der Gestaltung des Tagesablaufs erleichtern einige immer wiederkehrende Rituale (Morgenkreis, Mahlzeiten, Ruhezeiten) den Kindern die zeitliche Orientierung.

Die pädagogische Arbeit berücksichtigt die Bedürfnisse der Kinder und die momentane Gruppensituation, sodass sich Angebote an die gesamte Gruppe bzw. an das einzelne Kind richten.


Dies erfordert von den Fachkräften genaues Beobachten und Analysieren des kindlichen Verhaltens:
• Was beschäftigt das Kind im Moment?
• Welche Sorgen/ Nöte machen ihm zu schaffen?
• Welche Rolle/Stellung nimmt es in der Gruppe ein?

Die Aktivitäten, welche im Kindergarten angeboten werden, müssen den Kindern die Gelegenheit geben, lebenspraktische Erfahrungen zu sammeln und ihr Umfeld besser kennen zu lernen.

Teiloffenes/ gruppenübergreifendes Arbeiten im Kindergarten und Kinderkrippe In der gesamten Kita haben die Kinder feste Stammgruppen. So erleben sie es später auch in der Schule als Klassenverbund. Wir bieten den Kindern aber immer wieder gruppenübergreifende/ offene Angebote/ Projektarbeit an. Durch diese teiloffene Arbeit erhalten sie die Möglichkeit, sich in der Freispielzeit ihren Themen und Fähigkeiten zu widmen, ihre Interessen zu finden und ihre Neugier zu stillen. Wir beachten dabei, dass Kinder sich unterschiedlich entwickeln und zu unter-schiedlichen Zeitpunkten individuelle Bedürfnisse haben. Sie können sich ihren Spielpartner, ihr Material und ihren Raum selbst wählen.

Die Erzieher(innen) begleiten sie während dieser Zeit und bieten gruppenübergreifend Angebote/ Projekte an, Als Spielraum stehen den Kindern die Gruppenräume, die Funktionsräume, der Flur, der Garten und die Kinderküche zur Verfügung. In den Gruppenräumen sind spezifische Themenecken (Kuschelecke, Bibliothek, Legoecke, Theaterecke…) eingerichtet.

Kinder, denen wir die Verantwortung, sich selbst etwas zu suchen oder mal allein zu spielen nicht zutrauen, gehen in Begleitung zu ihrem gewünschten Angebot oder bleiben noch in ihrer gewohnten Umgebung in der unmittelbaren Nähe des Stammerziehers. Für jeden Raum gelten Regeln, welche allen Kindern, Erzieher(Inn)en und Eltern bekannt sind und die unbedingt eingehalten werden müssen.

Im Morgenkreis, der in den jeweiligen Stammgruppen stattfindet, können geplante bzw. schon durchgeführte Projekte/ Angebote besprochen bzw. ausgewertet werden. Mithilfe von Geschichten, Liedern oder Spielen können die Kinder auf das jeweilige Thema eingestimmt werden und ihr Interesse dafür kann geweckt werden.

In den wöchentlich stattfindenden Teamberatungen planen und strukturieren die Erzieher(innen) die kommende Woche. Diese Planung erfolgt situations- und kinderorientiert.

Mit der Entwicklung von Basiskompetenzen, mit der Auswahl unterschiedlicher Lernangebote zum gleichen Zeitpunkt und mit der selbständigen Wahl der Bezugsperson können wir die Kinder in ihrer Entwicklung unterstützen und sie sich frei entfalten lassen.

Schulvorbereitung
Wir verstehen die ganze Kindergartenzeit als eine Art Vorbereitung auf die Schule. Uns ist es wichtig, den Kindern einen fließenden Übergang von der Kita in die Grundschule zu ermöglichen, weshalb wir das gesamte letzte Kindergartenjahr über gemeinsame Aktivitäten mit unseren "Großen" planen. Für diese Planung sind die Erzieher(innen) gemeinsam mit den Eltern verantwortlich.


Inhalte:
• Ausflüge in Dresden und die Erkundung der näheren Umgebung
• Arbeiten mit selbst zusammengestellten ABC- Mappen
• Zusammenarbeit mit der Polizei
• Besuche von Konzerten, Museen und Theaterbesuche
• Gestaltung von Themenelternabenden in Zusammenarbeit mit der "Kooperationsschule"
• den jugendärztlichen Dienst
• Angebots- und Projekterweiterung
• Schwimmunterricht

Wichtig ist in dieser Zeit ganz besonders die Erfahrung, dass es bestimmte Aufgaben gibt, die man erledigen muss, dass man über einen längeren Zeitraum stillsitzen muss und erst reden kann, wenn man dazu aufgefordert wird. Verbunden damit ist eine Zusammenarbeit mit einer Grundschule sehr wichtig. Auf diesem Weg kann den Kindern aufgezeigt werden, was ist eigentlich Schule, wie sieht es in einer Schule aus, wie läuft eine Unterrichtsstunde ab, was macht man im Sportunterricht und wie werden Feste und Feiern in der Schule geplant und durchgeführt.

Da "Groß- sein" aber nicht nur Pflicht sondern auch Recht bedeutet, erleben sie sich als Gruppe bei verschiedenen Ausflügen und Besuchen, die nur für die Vorschüler bestimmt sind. Zum Abschluss der Kindergartenzeit finden ein Ausflug und ein Zuckertütenfest nur für sie und ihre Eltern statt.

Durch all dies Angebote und Fördermöglichkeiten werden aus unseren Kindern starke, selbständige Persönlichkeiten mit einem hohen Maß an Sozialverhalten und gutem Rüstzeug für den Beginn der Schule, ohne durch vorzeitiges "Verschulen" die Freude am Lernen zu verlieren.





Rolle der Eltern

Eingewöhnung

Der Schritt in die Kita bedeutet für Eltern und Kinder gleichermaßen den Beginn eines neuen Lebensabschnitts, geprägt von Neugier und Vorfreude aber auch Abschied von Vertrautem. Gefühle und Reaktionen werden auf beiden Seiten unterschiedlich empfunden, verarbeitet und umgesetzt.

Es ist wichtig, in der Eingewöhnungsphase Vertrauen zwischen Kind und Erzieher(in) sowie Erzieher(in) und Eltern aufzubauen, Beziehungen zu entwickeln sowie den Kindern Geborgenheit und Sicherheit zu geben. Auftretende Ängste und Zweifel sollen und dürfen angesprochen werden, um gemeinsame Lösungen zu finden.

Wichtig in der Eingewöhnungsphase ist für die Kinder neben dem Kontaktaufbau zur Erzieher(in), das Kennenlernen von Räumlichkeiten, Regeln und Ritualen sowie Tagesabläufen der Gruppe und für die Eltern zusätzlich das Kennenlernen von organisatorischen Rahmenbedingungen und der pädagogischen Arbeit, welche transparent und offen sein sollte.

Allgemeines:
• ein gemeinsames Gespräch zwischen Eltern und dem zuständigen Erzieher erfolgt vor Beginn der Eingewöhnung
• Eltern/ Bezugspersonen verhalten sich passiv während der Eingewöhnung; sie sind Anlaufpunkt für das Kind, wenn es in der ersten Zeit nach Sicherheit/ Geborgenheit sucht
• sie treten im Verlauf der Eingewöhnung immer weiter in den Hintergrund
• etwas Vertrautes von zu Hause als "Tröster" (Kuscheltier, Schnuller, Tuch…)
• mitbringen

Wichtig: die Verabschiedung vom Kind beim Verlassen des Raumes durch Eltern/ Bezugsperson und ebenso die Begrüßung beim Abholen. Für die Eingewöhnung werden ca. 4 Wochen eingeplant.

In der Regel beginnt die Eingewöhnung nachmittags für 1 Stunde. Es sollten maximal 2 Bezugspersonen dabei sein. Sie sind während der gesamten Zeit anwesend. Für das Kind sind sie Bezugs- und Vertrauensperson und für den Erzieher ein wichtiger Partner betreffend der individuellen Besonderheiten des Kindes. Die ersten Hygienemaßnahmen werden zum Ende der Woche durch den Erzieher gemeinsam mit der Vertrauensperson durchgeführt.

In der 2. Woche erfolgen die Besuche weiterhin gemeinsam. Jedoch wird die Zeitdauer individuell verlängert. Je nach Befinden des Kindes werden erste kurze Trennungsversuche unternommen. Diese werden im Verlauf der Woche ausgeweitet. Das Kind sollte den Erzieher bereits im Ansatz als Bezugsperson akzeptieren, dennoch bleiben die Eltern immer in unmittelbarer Nähe. Das Einnehmen der ersten gemeinsamen Mahlzeit erfolgt in der Regel am Ende der zweiten Woche. Die Befindlichkeiten des Kindes müssen dabei stets berücksichtigt werden und auf die Individualität des Kindes muss gesondert eingegangen werden.

In der dritten Woche verlassen die Eltern schon nach kurzer Zeit den Gruppenraum. Das Kind wird während der gesamten Zeit sehr aufmerksam beobachtet, um auf sein emotionales Befinden eingehen zu können. Die gemeinsamen Mahlzeiten, der gemeinsame Mittagsschlaf und die Hygienemaßnahmen werden bereits als alltägliche Rituale/ Regeln erlebt und gemeistert. In der letzten Eingewöhnungswoche bringen die Eltern ihr Kind und kommen erst nachmittags zum Abholen wieder. Das Kind hat Vertrauen zum Erzieher gefasst und akzeptiert ihn als Bezugsperson. Die Zeitdauer der Eingewöhnung wird je nach Kind sehr unterschiedlich ausfallen. Aus diesem Grund erfolgt gemeinsam mit den Eltern die Absprache über das Vorgehen während dieser Zeit.

Wichtig ist, dass sich Eltern "von ihren Kindern trennen können". Damit erleichtern sie ihrem Kind den Übergang vom Elternhaus in die Kita.





Die Umsetzung des sächsischen Bildungsplanes in der Praxis

Die Umsetzung des sächsischen Bildungsplanes in der Praxis

Der Sächsische Bildungsplan bildet auch in unserer Kita die Grundlage für die pädagogische Arbeit. In unsere tägliche Arbeit werden wir die verschiedenen Bildungsbereiche einbezogen. Unser Ziel ist es den Kindern eine ganzheitliche Bildung und Erziehung zukommen zu lassen. Dabei sollen so viele Aspekte wie möglich eingebunden werden.


Beispiele:

Fremdsprachenförderung ( Fremdsprachen für Kinder, Erzieher mit einer Fremdsprache als Muttersprache)
Strukturierte Aufteilung der Kita und eine Aufteilung und Gestaltung der Räume,
welche die Kreativität und die Sinne der Kinder anregen
in unseren Räumen können die Kinder sich, ihren eigenen Interessen und Fähigkeiten
entsprechend kreativ beschäftigen (Sportraum, Bauraum, Kreativraum, Snoezelraum, Rückzugsraum, Bibliothek….)
sie können sich spielerisch mit den verschiedensten Materialien auseinander setzen
es wird das miteinander spielen und forschen gefördert
wir bieten den Kindern aber auch Rückzugsmöglichkeiten, in denen man träumen und entspannen kann.
die gemeinsame Tagesplanung im Morgenkreis fördert die Kommunikation Untereinander
kennenlernen verschiedener Kulturen, Religionen und Traditionen durch entsprechende Angebote und Projekte
Förderung im musikalisch- rhythmischen Bereich
Körperliche Fähigkeiten (Stimmbildung, Koordination) werden ebenso ausgebildet wie
geistige Fähigkeiten (erkennen von Melodien, einprägen von Liedtexten) dadurch werden die Sinne ausgeprägt und sensibilisiert (Förderung des eigenen "Ich")
Erweiterung des Erfahrungsschatzes der Kinder durch Klang, Töne, Theater und Tanz (Einbettung in den pädagogischen Alltag)
teiloffene, altersgemischte Gruppenstrukturen
die Älteren können den Jüngeren helfen und erhalten eine Arte Vorbildcharakter (auf diesem Weg lernen Kinder soziale Regeln und Grenzen kennen, Förderung der Kommunikation)
ausprobieren und kennenlernen von verschiedensten Materialien (Papier, Ton, Knete,Holz und andere Naturmaterialien…)
erlernen der unterschiedlichen Kommunikationsarten (Mimik, Gestik, Stimme, Musik…)
Erzieher ist der Begleiter, wodurch die Kommunikation der Kinder untereinander gefördert wird
Erfahrungen und Beobachtungen in der Natur ( während des "Draußen Tages" Und gemeinsamen Ausflügen in die Umgebung)
Diese Alltagserfahrungen erweitern den kindlichen Horizont und es ergeben sich Themen und Anregungen für weiterführende Angebote, Projekte, Spiele etc.(Entdeckergeist und Interesse an der Natur wird geweckt)
mathematisch- naturwissenschaftlich Förderung durch Lernwerkstätte und
Atelierarbeiten (experimentieren mit Wasser, Luft und Magneten, spielen mit
Metallbaukästen und didaktischen Materialien, zerlegen alter Gerätschaften)
Gesundheitserziehung durch alltägliche hygienische Maßnahmen (Zähne putzen, Hände waschen vor und nach den Mahlzeiten)
regelmäßige Informationsveranstaltungen für die Eltern über Gesundheitsaspekte wie z.B. gesunde Ernährung, richtige Zahnpflege und Impfungen (Zusammenarbeit mit dem Kinder- und jugendärztlichen Dienst)
Sportliche Betätigung durch regelmäßige Aufenthalte im Freien, "Sportstunden" im Bewegungsraum und diversen Angeboten wie Kinderyoga, Kindertanzen, Kinderturnen, Saunabesuche etc.




Rolle der Eltern

Rolle der Eltern

Wie wirken die Eltern im Kitageschehen mit?

Für unsere Kita wird ein Elternrat gegründet und es gibt in jeder Gruppe Elternsprecher, die als Vermittler zwischen Ausschuss, Verein, Mitarbeiter(innen) und der Kita Leitung dienen. Eltern haben die Möglichkeit, innerhalb der Gruppen Vorschläge für Verbesserungen einzubringen und sich an deren Umsetzung und Realisierung tatkräftig zu beteiligen. Ihre Mitarbeit bei Festen und Höhepunkten sowie anderen Aktivitäten ist seitens der Kita erwünscht. Im Rahmen des Betreuungsvertrages leisten die Eltern Pflichtarbeitsstunden für den Kindergarten.

Wie wird den Eltern der Einblick in die tägliche Arbeit vermittelt? Durch Elternversammlungen und Elternabende erhalten die Eltern einen Überblick über das allgemeine Tagesgeschehen und langfristige Vorhaben und Projekte.

In Elterngesprächen können individuelle Fragen, Sorgen und Probleme besprochen werden. Eine aktuelle Dokumentation informiert die Eltern über das tägliche Geschehen in der Kita; dazu gehören allgemeine Informationen, Arbeiten der Kinder, Fotoausstellungen von Festen, Projekten und anderen Höhepunkten.

Welche Beteiligungsrechte haben Eltern?

Die Eltern haben neben den oben genannten Möglichkeiten im Rahmen der Elternvertretung, das Recht im Rahmen ihrer Mitgliedschaft im Verein, auf die Kitakonzeption Einfluss zu nehmen und sich für die Umsetzung der in der Konzeption fixierten Beschlüsse einzusetzen bzw. Änderungen vorzuschlagen. Alle Änderungen, welche in der Konzeption vorgenommen werden sollen, müssen in der Mitgliederversammlung bestätigt werden.





Qualitätssicherung im Alltag

Qualitätssicherung im Alltag

Ziel unserer Einrichtung ist es, einen hohen Qualitätsstandard dauerhaft zu sichern und systematisch weiter zu entwickeln. Die hochwertige Qualität der Betreuungs- und Bildungsarbeit in unserer Kita hat großen Einfluss auf die Entwicklung unserer Kinder. Somit bildet sie einen soliden Grundstein unserer täglichen pädagogischen Arbeit. PädQUIS sichert die Qualitätsentwicklung auf der Basis des nationalen Kriterienkatalogs in unserer Einrichtung.

Dieser Kriterienkatalog umfasst sechs Leistungspunkte, für die jeweils konkrete Kriterien vorgegeben sind. Wir nutzen in unserer Einrichtung das Instrument der internen und externen Evaluation, nur so können wir eine Überprüfung und Weiterentwicklung unserer Arbeit garantieren. Im Zusammenwirken aller pädagogischen Fachkräfte werden Qualitätsstandards und Ziele erarbeitet. Die Umsetzung und Weiterentwicklung der Qualitätsstandards ist für alle Teammitglieder von "Lillabo" verpflichtend.





Öffentlichkeitsarbeit

Öffentlichkeitsarbeit

Unser Unternehmen ist im Internet präsent. Auf unserer Homepage kann man allgemeine Informationen über die "LebensBild gGmbH " sowie Informationen über unsere pädagogische Arbeit finden. Interessierte Eltern können auf diesem Weg mit uns in Kontakt treten und ihre Kinder für einen Betreuungsplatz bei uns anmelden.

Ebenfalls fördern wir eine enge Zusammenarbeit mit anderen Institutionen (Kindergärten, Schulen, Sportvereinen, Theatern für gemeinsame Feste, Feiern und Ausflüge). Darüber hinaus ist uns eine gute Zusammenarbeit mit der Stadt Dresden und dem Landesjugendamt sehr wichtig.

Die Kooperation mit Weiterbildungseinrichtungen und externen Fachberatern nimmt im Zusammenhang mit unserer pädagogischen Arbeit einen hohen Stellenwert ein, da wir an einer ständigen Weiterentwicklung unserer Arbeit interessiert sind. In regelmäßigen Abständen gibt es in unserer Einrichtung Hausrundgänge für interessierte Eltern.


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